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Die kleine Inselgruppe um die Inseln Komodo und Rinca befindet sich in der Meerenge zwischen den gößeren Inseln Sumbawa im Westen und Flores im Osten. Der kleine Archipel ist besonders durch das Vorkommen der berühmten Komodowarane (Varanus komodoensis) bekannt, der nur hier auf einigen Inseln im Komodo Nationalpark lebt. Die spärlich bewaldeten, savannengleichen Inseln beheimaten außerdem einheimisches Rotwild, Wildschweine, Schlagen und tropische Vögel. Besonders interessant ist die Region außerdem für Taucher. Die anspruchsvollen Tauchplätze im Komodo Nationalpark erreicht man am besten im Rahmen einer mehrtägigen Segeltour an Bord eines traditionellen Pinisi-Schooners.
Die Echsenart der Warane, die bis zu drei Meter lang werden können und sich von Aas ernähren, lebt ausschließlich auf den Komodo-Inseln oder in Zoos. Warane können leicht einen Menschen töten.
Nachdem die Taucher nach einem Tauchgang wegen einer unvermuteten starken Strömung plötzlich nicht mehr ihr Boot erreichen konnten, seien sie neun Stunden auf der See getrieben, berichtete Pinel. Demnach versuchten sie mehrere Stunden lang, gegen die Strömung anzuschwimmen, um Land zu erreichen. Um Energie zu sparen, hätten sie schließlich alle ihre Taucherwesten aneinander befestigt und sich im Wasser treiben lassen, sagte der Franzose. Am späten Abend erblickten die verzweifeln Taucher schließlich die Insel Rinca und schafften es mit letzter Kraft, doch noch an Land zu kommen. "Wenn wir weiter getrieben wären, wären wir auf dem offenen Ozean gelandet", sagte Pinel.Aufseher des Nationalparks fanden laut Pinel die erschöpfte Gruppe, die es ohne Wasser aushalten musste, nach 36 Stunden heute Morgen. Allen Geretteten gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Komodo-Nationalpark ist ein beliebtes Ziel für Taucher. Die vielen kleinen Inseln von Nusa Tenggara sind bekannt für spektakuläre Korallenriffe und Fische - aber auch für starke Strömungen.
Der Ehemann einer der zwischenzeitlich vermissten Britinnen, Ernest Lewandowski, hatte zuvor berichtet, seine Frau und er seien am Donnerstag in zwei verschiedenen Tauchergruppen unterwegs gewesen. Er habe das Verschwinden der anderen Gruppe erst bemerkt, als er mit seinen Tauchern nach einer Stunde
unter Wasser wieder auftauchte. Lewandowski und seine Frau Kathleen Mitchinson betreiben auf der nahegelegenen Insel Flores eine Tauchstation."Ich bin mit einem Schnellboot alle Gewässer und Strände in der Umgebung abgefahren", berichtete Lewandowski. Am Freitagmorgen habe es dann eine groß angelegte Suchaktion gegeben. Es habe Schwierigkeiten gegeben, Flugzeuge in die Luft zu bekommen, weil es keinen Treibstoff gab. Schließlich hätten sie es geschafft, ein kommerzielles Flugzeug zu chartern, das eine Stunde über den Inseln kreisen sollte - doch da war die Tauchergruppe bereits gefunden worden. (www.spiegel.de)


